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NEUES aus dem HESSENLAND
Heftiges Sesselrücken im HSV-Vorstand und Halbzeit bei den Meisterschaften
08.12.2008 - die wichtigsten Inhalte des Newsletter
+++ Der Bad Homburger Sesseltanz +++
+++ Hessische Mannschaften in den DSB Ligen +++
+++ Hessische Mannschaftskämpfe 5. Runde +++
+++ Qualifikation zum Viertelfinale im Hessenpokal +++
+++ Deutsche Blitz- Einzelmeisterschaft in Ebersbach +++

Neben dem ganz normalen vorweihnachtlichen Schachtreiben in Hessen, wurde in allen Ligen hart um Punkte in der laufenden Meisterschaft gekämpft. Im Vorstand des Hessischen Schachverbandes scheint unter der Präsidentschaft des Offenbacher Vorsitzenden Harald Balló ja einiges in Bewegung zu kommen; es wurde von Unterlassung und Verfügungen im juristischen Sinne gesprochen - was ist da los? Hiess es neulich bei der Vorstandssitzung des SC Frankfurt-West, dass die Elo-Auswertungen der letzten Saison in den oberen hessischen Ligen nur deshalb nicht ausgewertet werden konnte, weil von der Fide nichtspielende Schiedsrichter bei der Austragung der Wettkämpfe verlangt werden. Der amtierende West-Präsident, gleichzeitig amtierender Schatzmeister des HSV tat dabei so dienstlich, wie wenn es auf Hessenebene keine wichtigeren Probleme zu lösen gäbe? Dabei pfeifen seit geraumer Zeit die Spatzen es von den Dächern, dass da einiges personell unkontrolliert in Bewegung geraten sein soll. Jeder "gute" Verein sollte in Zukunft eigentlich für jede "gute" Mannschaft mindestens einen ausgebildeten Schiedsrichter haben, der aber auf keinen Fall selbst mitspielen darf. Rumms, das hat gesessen und wer macht jetzt den Schiri bei uns? Der nach dem allseits bekannten "Peterprinzip" hochgelobte Mannschaftsturnierleiter vom Bezirk 5 zum HSV scheint ja da eine richtige Welle zu machen, nachdem er im Bezirk 5 "Still-ruht-der-See" bevorzugte.

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Der Bad Homburger Sesseltanz

Hessischer Schachpräsident Harald Balló

Von den Berichten über die Dresdner Olympiade haben wir gelernt, das Österreichs Sprachschatz Einzug in die große Welt der Linguistik des Schachs gefunden hat. Und so wissen wir neuerdings, wie "spielfrei" jenseits der Alpen genannt wird.

Ein anderer Begriff, der Sesseltanz, beschreibt in Österreich in kurzer Form was man hierzulande als "die Reise nach Jerusalem", oder, ersatzweise, vielleicht politisch korrekter, auch "Rom" kennt. Ein Gesellschaftsspiel, wer kennt es nicht, bei dem eine Menge an Spielern um eine Reihe Stühle (Sessel) rennt, wobei es immer einen Stuhl weniger als Spieler gibt. Wer nach der Aufforderung zum Platz nehmen keinen freien Platz findet, der scheidet aus. Das ganze wiederholt sich, reduziert um einen weiteren Stuhl, bis die gewünschte Anzahl an Siegern, also Reisenden, feststeht. Die Stärkeren und Klügeren werden sich in der Regel durchsetzen, also eine Art Schweizer System ohne Schach!

Eine ganz andere Variante dieses Spiels wurde in Bad Homburg erfunden, da bleibt nicht ein Spieler übrig, sondern ein leerer Stuhl. Das "Turnier" selbst hat auch einen Namen, es heißt "Vorstand des Hessischen Schachverbandes"! Aus gut unterrichteten Kreisen im Dunstkreis dieses Verbandsvorstandes wurde bekannt, das Mirko Humme, der Ausbildungsreferent des hessischen Schachverbandes, zugleich war er auch zuständig für die Entgegennahme der Mannnschaftsergebnisse an Sonntagabenden, einen weiteren leeren Sessel hinterlassen hat, oder mit anderen Worten: er ist von seinen Ehrenämtern zurückgetreten!

Zur letzten Sitzung davor blieb dann der Sessel des Referenten für Internet & Neue Medien leer. Ein Amt, das erst seit wenigen Jahren existiert(e) und dasjenige für Marketingangelegenheiten ablöste. "Search and Replace", also "Suchen und Ersetzen", und damit noch so ein Spiel, allerdings mit IT technischem Hintergrund und wegen der möglichen Fehlerquote eher was für professionelle Anwender.

Das gleichzeitig vom selbigen Amtsinhaber auch das seit 15 Jahren verwaltete Amt für Wertungen spätestens zum kommenden Kongress abgegeben wurde, de facto jetzt zum Jahreswechsel, verdient zumindest insofern zusätzliche Erwähnung, weil die Amtsgeschäfte auf die Spielerpassstelle übertragen wurden. Zwei weitere persönlich bekannte, aber für diese Amtsperiode "vorstandsfremde" Bewerber für dieses Amt, fanden keine Mehrheiten. Es gibt also auch beim Sesseltanz so etwas wie "En passant", also Schlagen im Vorrübergehen, wenn auch mit gänzlich anderer Intension.

Der Exponent aus der Sesseltanz- Runde davor, der zum letzten Oster- Kongress erst gewählte Turnierleiter für Mannschaften Peter Knoblauch, legte sein Amt nach fachlichen Zwistigkeiten mit einem damaligen Vorstandsmitglied nach wenigen Wochen nieder. Ersetzt wurde er mit einem Nachfolger, so heißt es in der "Inaugurations"- Email vom Präsidenten, der "uns allen als TlfM des Bezirkes 5 gut bekannt" ist. Eben jene Verklärung, das Amt im Bezirk hat er aus gut bekannten Gründen nicht mehr inne, war schließlich der Auslöser, oder wenn man so will, der berühmte Tropfen, für die Amtsaufgabe von Hans-Dieter Post als DWZ- Wertungsreferent.

Die Liste ist noch lange nicht fertig, aber der Newsletter als solcher endlich, und es darf doch abschließend die Frage gestellt werden, wozu eigentlich auf dem letzten Kongress zu Ostern ein weiterer Vizepräsident ins Amt eingeführt wurde, Andreas Filmann, dessen Aufgabe es sein sollte, den Präsidenten zu entlasten, aber offensichtlich gar nicht dazu kommt. Der letzte und beschämende Leserbrief in der aktuellen 12er- Hessen-Rochade vom SK 1858 Gießen an die Adresse des Vorstands gerichtet sei dazu als Lektüre empfohlen.

Und wenn schon Jubiläen keine Berücksichtigung finden können, ich vermute mal wegen Überlastung in welcher Form auch immer, und auch weil Vizepräsident und Turnierleiter Einzel und Landesspielleiter in einer Person wollen erst mal bewältigt werden, dann fallen beim groben Hobeln auch mal gröbere Späne wie die ELO- Auswertung für Hessenliga, aller Verbandsligen und sämtlicher Landesklassen für die gesamte vergangene Saison unter den Werktisch, und sind, so ergab es eine aktuelle Abfrage, nicht mehr für eine Verarbeitung durch den Weltschachbund vorgesehen, also: verloren, als ob nie gespielt wurde!

Hessische Mannschaften in den DSB Ligen

2.BUNDESLIGA Gruppe WEST

Der SV Hofheim konnte sich nach einem 7-1 Kantersieg beim Godesberger SK durchsetzen und ob dieses hohen und ersten Sieges bis in die Tabellenmitte hineinpunkten. Dem SV Oberursel dagegen gelang nur die dritte Saisonniederlage im dritten Spiel, und man bleibt als einzige Mannschaft ohne Punktgewinn. Gegner war die SG Porz, in deren Reihen noch immer klangvolle Namen wie Vaganian und Timman zu finden sind, was eine relativ hohe Niederlage erklärbar macht: 1,5-6,5 hieß es denn am Ende.

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2.BUNDESLIGA Gruppe OST

Schöneck bleibt nach dem Viervier in Passau weiter ungeschlagen, und belegt in der aktuellen Tabelle einen mehr als passablen dritten Platz. Da noch genügend Spielraum für Siege in dieser Klasse verbleiben, sollte es einem um den Klassenerhalt nicht Bange sein.

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OBERLIGA OST Staffel B

Griesheim, Hungen-Lich und Brett vorm Kopp Frankfurt konnten den Schwung aus der ersten Runde retten und setzen ihn in zwei weitere Siege um. In der Doppelrunde schlug Griesheim zunächst den SV Wiesbaden und sonntags den SV Hofheim 2. Hungen-Lich bezwang in Erfurt die Stadtklubs Empor und Medizin, und BvK Frankfurt gelangen knappe 4,5 Siege gegen Offenbach und Gießen. Mörlenbach-Birkenau, auf Platz 4 in der aktuellen Tabelle zurückgefallen, schaffte nur einen Sieg gegen Hofheim, und musste gegen Angstgegner Wiesbaden beide Punkte abgeben. Steinbach rettete Platz Fünf durch das Viervier gegen Offenbach, man verlor tags zuvor noch gegen Gießen. Die Nähe zu den Abstiegsplätzen beginnt somit schon bei Platz 6, dem Erfurter SK, der 2 Punkte aufweist. Es folgen Gießen, Wiesbaden, Empor und Medizin Erfurt bei gleicher Punktzahl. Am Tabellenende Offenbach auf Elf und ohne Punktgewinn Hofheim 2.

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Hessische Mannschaftskämpfe 5. Runde

HESSENLIGA

Neuberg hat mit einem Sieg gegen Lorsch die alleinige Tabellenführung übernommen, da im Verfolgerduell Marburg die Tabellenführer aus Dotzheim schlagen konnte. Die Siege von BvK Frankfurt 2, Eppstein und auch Dettingen lassen diese Klubs halbwegs gefährliche Plätze für die Top Teams einnehmen, zumindest ist man in der Tabellenmitte gut abgesichert. Deren Gegner, Schöneck 2, Frankfurt-West und Bensheim, bleiben zusammen mit Lorsch am Tabellenende kleben.

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50hl_05.htm">

VERBANDSLIGEN

Der Kasseler SK hält in der Nordwestgruppe weiter Kurs auf die Hessenliga, und so sehr sich die Verfolger aus Bad Nauheim und Fulda auch mühten, die zwei Punkte Vorsprung bedeuten erst mal die alleinige Tabellenführung, wahrscheinlich sogar für mindestens zwei weitere Runden. Gegner Niederbrechen mühte sich zwar redlich und erreichte gegen die Tabellenführer immerhin 3,5 Punkte, aber es bleibt unterm Strich trotzdem nur der letzte Platz ohne Punktgewinn.

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50vln05.htm">

Im südlichen Gefilden übernahm Oberursel dank des eigenen Sieges über Nied und dem Bad Homburger Punktverlust gegen Idstein die alleinige Tabellenführung ein. Auch hier gibt es ein noch punktloses Team am Tabellenende, Obertshausen.

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50vls05.htm">

LANDESKLASSEN

Noch fehlt ein Ergebnis in der Landesklasse Nord, und damit die offizielle Tabelle, aber an der dominanten Vorstellung von SK Kassels zweiter Mannschaft ändert das nichts. Eschwege und Bad Hersfeld konnten durch Siege wichtige Punkte im Kampf gegen Abstieg sammeln, sind zwar immer noch letzter, aber auf Sichtweite zu den weiteren gefährdeten Plätzen.

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50lkn05.htm">

Dotzheim 2 bleibt mit dem fünften Sieg in der fünften Runde weiter in der Erfolgsspur, während Braunfels in Biebertal eine sicher ungewollte Auswärtsniederlage hinnehmen musste. Stiller Zug Wiesbaden und Rochade Diez sind dem Abstieg schon bedrohlich nahe, hier steigen in der Regel drei Mannschaften ab, während SV Wiesbaden 2 noch Anschluß ans Mittelfeld halten kann.

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50lkw5.htm">

Der SC Heusenstamm hat sich in der Ostgruppe das Gewinnen gegen die zweite Mannschaft der Sfr.Frankfurt sicher leichter vorgestellt, aber es bleibt ja auch so bei einer reinen Weste. Es folgt bereits mit 2 Punkten Abstand Sfr.Frankfurts Team 1, die, wenn sie das durchhalten, in der Schlußrunde ein Finale gegen Heusenstamm hätten. Am Tabellenende rangiert BvK Frankfurt 3, und auch Gründau und Eschbach/Usingen sind stark abstiegsgefährdet.

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50lko5.htm">

Ladja Roßdorf fliegt mit einer Leichtigkeit von Sieg zu Sieg, die der Südstaffel ihren Stempel aufdrücken. Es wurde schon in einem vorhergehenden Bericht erwähnt, das man in Roßdorf zu bemerkenswerter Jugendarbeit im Stande ist. Die ersten Punkte des weiblichen Nachwuchses sind schon längst eingefahren, es hängt also nicht alles nur an den Topbrettern um Zuyev und Kunin sr. Langen und Eschborn, die sich im direkten Aufeinandertreffen vor einigen Runden schon das Viervier gaben, warten nun auf die Runden 7 und 8, wenn jeder für sich Gelegenheit bekommt, die Spielstärke von Roßdorf zu testen. Auch hier steigen in der Regel drei Klubs ab, als Favoriten gelten nach dieser Runde Lorschs Team 2 und Hattersheim, beide mit der fünften Niederlage im Gepäck, sowie Kelkheim, die es aber noch aus eigener Kraft realistisch schaffen können

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/mk/50lks5.htm">

Qualifikation zum Viertelfinale im Hessenpokal

Im Goldenen Springer, dem Hessischen Einzelpokal, haben 7 Spieler das Viertelfinale erreicht und damit die Hand am Preisgeldtopf. Eine Paarung wurde noch auf den Beginn des neuen Jahres verschoben, sodaß die Runde noch nicht komplett abgeschlossen ist. Die bisherigen Ergebnisse gibt es unter

http://www.hessischer-schachverband.de/hsv/20082009/gs/50gs_04.htm">

Deutsche Blitz- Einzelmeisterschaft in Ebersbach

Hessens schnellste Blitzer, die Internationalen Meister Sven Telljohann (Schöneck) und Florian Grafl (Hungen/Lich), spielten im württembergischen Eberbach an der Fils gegen den Rest der deutschen 5-Minuten- Elite, soweit sie sich den qualifizierten, um Meistertitel, Preise oder einfach nur eine gute Platzierung. Der vierfache Hessische Blitzmeister Telljohann erreichte somit am Nikolaustag einen geteilten dritten Platz und damit selbst etwas für seine hoffentlich gut geputzten Preisstiefel. der Vizemeister des Verbandes, IM Grafl, verpasste den Sprung unter die Top Ten der Tabelle im 32 Teilnehmer starken Feld. Großmeister Rabiega aus Berlin gewann mal wieder die Meisterschaften, zwei weitere Titelkollegen, Prusikin und Stangl, landen zwischen Telljohann und Grafl im geschlagenen Verfolgerfeld. Insgesamt 8 IMs und 13 FMs sowie 8 titellose ergänzten das Teilnehmerfeld.

http://schachbund.de/chronik/meister/dbem/2008/index.html">

Hans-Dieter Post


Gruß, und eine schöne Adventszeit

Euer

Hans-Dieter Post

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