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Schacholympiade 2008 - Goldfieber in Dresden
Armenien und Ukraine an der Spitze / Deutschland 1 unterliegt USA
23.11.2008 - Das Ringen um Gold bei der 38. Schacholympiade in Dresden gipfelt auf der Zielgeraden in einen Zweikampf zwischen Armenien und der Ukraine. Beide Mannschaften konnten ihre Duelle gegen Serbien bzw. Israel gewinnen und teilen sich nun den Platz an der noch nicht vollkommen goldenen Sonne. Einen Mannschaftspunkt dahinter folgen Israel und China. Letztere schafften in der 10. Runde gegen England die zum Sieg nötigen 2,5 Punkte. Mit einem weiteren Zähler Abstand und damit noch theoretischen Chancen auf eine Medaille folgen Russland, Spanien, Niederlande und USA. Team Deutschland 1 musste sich gegen die USA mit 1,5:2,5 geschlagen geben und ist aus dem Medaillensprint leider endgültig ausgeschieden.

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Levon Aronian mit seinen
Team wieder auf Goldkurs?

Der klare 3:1-Sieg der Armenier gegen Serbien beschert Levon Aronian und seinen Kollegen nach ihrem Strauchler in der 9. Runde die erhoffte Chance, das 2006 in Turin gewonnene Olympia-Gold doch noch verteidigen zu können. Aronian persönlich trug mit seinem Sieg gegen Ivan Ivanisevic maßgeblich zum Erfolg bei. Gleiches gelang Vladimir Akopian gegen Dragan Solak. Gabriel Sargissian und Tigran Petrosian steuerten jeweils einen halben Zähler bei. Eine ähnliche Hochstimmung wie bei Aronian & Co dürfte auch im ukrainischen Lager herrschen. Israel wehrte sich zwar vehement, doch einer ihrer Mannen musste schließlich doch das Handtuch werfen. Unglücksrabe Evgeny Postny versuchte gegen Zahar Efimenko sogar das Endspiel Turm gegen Dame zu verteidigen, und erst zwei Züge vor dem Matt gab er sich endlich geschlagen. Alle weiteren Partien endeten nach zähem Ringen im Remishafen. In der letzten Runde trifft die Ukraine auf die US-Amerikaner. Die besten Aussichten auf olympisches Edelmetall haben neben Armenien, Ukraine und Israel die Chinesen. Ihnen gelang durch den Sieg von Li B Chao gegen Gawain Jones am vierten Brett bei drei Remisen an den weiteren Brettern ein 2,5:1,5 gegen England. Um auf dem Treppchen zu landen müssen sie in der letzten Runde jedoch unbedingt gegen die Armenier punkten, denn es gibt noch weitere Medaillenanwärter. Israel beispielsweise wird es mit den Niederlanden aufnehmen müssen, denn diese sind mit einem Sieg gegen Polen tatsächlich noch in Medaillennähe geraten. Und last but not least will Russland nach dem klaren 3,5:0,5 gegen Slowenien auch noch ein Wörtchen mitreden. In der Finalrunde wird man auf Spanien treffen, die ihrerseits durch eine Glanzleistung von Alexei Shirov gegen Veselin Topalov die Bulgaren aus dem Rennen kickten.

Die Spitzenbretter der Damen und Herren zur 10. Runde

Der "Spielsaal"

Mehr als einen Punkt kann auch er nicht machen -
Daniel Fridman (6,5/9)

"Yes, we can!", behauptete der designierte US-Präsident Barack Obama während seines Wahlkampfes, und die Deutschen müssen zugeben, dass es die Amerikaner wirklich können. 1,5:2,5 lautet der Endstand aus deutscher Sicht. Arkadij Naiditsch versuchte gegen Gata Kamsky mit dem Abtausch-Spanier nicht gerade seine schärfste Waffe, und so bekam der Amerikaner das angestrebte Remis. Leider kamen dafür sowohl David Baramidze als auch Igor Khenkin böse unter die Räder. "Bara" jagte als Schwarzer bei kurzer Rochade übermotiviert h- und g-Bauer in die gegnerische Hälfte und wurde von Yuri Shulman gnadenlos ausgekontert. Igor Khenkin spielte lange Zeit eine interessante Partie gegen Hikaru Nakamura, doch urplötzlich verlor er jegliches Gefühl für Gefahr und fiel dem Taktikmonster zum Opfer. Bester Deutscher war mal wieder Daniel Fridman, der sich mit Weiß gegen Alexander Onischuk einen kleinen aber dauerhaften Vorteil erspielte und diesen Dank seiner tollen Endspieltechnik im Turmendspiel zum Sieg verwertete. Auf Platz 18 abgerutscht wird sich Deutschland 1 in der Schlußrunde mit Litauen messen. Eine durchaus lösbare Aufgabe, die auf ein letztlich gutes Ende für den Gastgeber hoffen lässt.

Die beiden anderen deutschen Herrenteams sind mit Platz 44 und 48 im Rahmen der Elo-Rangliste. Deutschland 2 spielt das letzte Match gegen die Türkei und Deutschland 3 trifft mit Japan auf einen Gegner, den man eigentlich schlagen muss. Sollte die erste Mannschaft der deutschen Frauen nicht gegen die Schwedinnen gewinnen, wird es sicherlich einige lange Gesichter geben. Momentan liegen sie auf dem unbefriedigenden 23. Rang. Ähnlich wie bei den männlichen Kollegen sind das 2. und 3. Frauen-Team dagegen entsprechend ihres Elo-Schnitts platziert.

Am Montag ist Ruhetag! Letzte Runde am Dienstag.


Top 30 nach 10 Runden



Paarungen Runde 11, 1 - 30



Mike Rosa

Published by Mike Rosa

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