TopTurniere Schach-WM Bonn: cool bleiben ist cool - besonderer Bildbericht! Weltmeister Viswanathan Anand braucht nur noch ein Remis mit Weiß - Muss Herausforderer Vladimir Kramnik hasardieren, muss er eine von ihm ungeliebte Verteidigung wählen? Modernes Benoni, Holländisch, Königs- oder Grünfeldindisch?
28.10.2008 - "Das Ergebnis war doch bislang viel zu krass. Das sah ja nach Außen so aus, als herrsche hier ein Klassenunterschied zwischen den Beiden. Ich habe Kramnik jedenfalls kräftig die Daumen gedrückt", wird der Sohn von Alt-Bundespräsident Richard Freiherr von Weizsäcker im Bonner Generalanzeiger zitiert und lässt auf dem Weg zum Frühstück im Hilton Bonn seiner Begeisterung freien Lauf, in dem er euphorisch bekundet: "Das war die bisher beste Partie des WM-Matches". Und der Präsident des Deutschen Schachbundes und Co-Präsident des Organisationskommitees der Schach-Weltmeisterschaft in Bonn, weiß genau wovon er redet. Ist er doch selbst Großmeister im Fernschach und unlängst mit dem deutschen Team Olympiasieger geworden. Bei dieser Disziplin ist die schachliche Vorbereitung der parallel ablaufenden Partien mit leistungsstarken Computerprogrammen von allerhöchster Bedeutung. Partien, bei denen eher menschliche Schwächen offen zu Tage treten, auf der einer oder anderen oder gar auf beiden Seiten, werden von ihm, wie von vielen anderen Puritanern, offensichtlich eher gering geschätzt, zum Beispiel die Schwarzsiege Anands in der 3. und 5.Partie.