Nachrichten Wie ein Zweikampf auf Leben und Tod Hans-Walter Schmitt im Gespräch mit FAZ-Journalist Alexander Armbruster
09.10.2008 - Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte am 7.Oktober ein Interview mit dem Macher der Chess Classic. Der frühere Siemens-Manager sorgt jedes Jahr in der Mainzer Rheingoldhalle für ein volles Haus. Neben den absoluten Topstars dieses Jahres - Weltmeister Anand, Carlsen, Morozevich und Judit Polgar betätigen sich zahlreiche Turnier- und Hobbyspieler in den verschiedenen Wettkampf- und Unterhaltungsangeboten. Der Vorsitzende der Chess Tigers versteht es mit seinem Team, Schach attraktiv zu inszenieren, zu verkaufen und sogar familienfreundlich den Teilnehmern und Zuschauern zum Erlebnis zu gestalten. Dabei orientiert er sich an anderen erfolgreichen Sportveranstaltungen, wie zum Beispiel Fußball. Wie beim Fußball gibt es bei den Chess Classic eine "Anzeigetafel" für einfache Inforrmationen, wo man den bewerteten Spielstand und den zuvor geschehenen Spielverlauf ablesen kann - hier ist es ein Schachprogramm mit Bewertung und Balkendiagramm. Und auch bei den Chess Classic erklären zwei GM-Kommentatoren im "Silent Auditorium" den Spielverlauf für Laien und Experten. Natürlich wird auch das "Puplic Viewing" beziehungsweise das "Gourmet Viewing" mit der Kommentierung von Großmeistern angeboten. Bei Schachveranstaltungen auf höchstem Niveau muss immer der Zuschauer als Kunde im Mittelpunkt stehen, wenn man Schach als Zuschauersport vermarkten will. Die richtige Balance im Pentagon der frei spielenden Kräfte zwischen Zuschauer, Spieler, Sponsoren, Medien und Organisatoren zu finden, ist die "Königsdisziplin".