26.01.2008 - Großkampftag in der A-Gruppe in Wijk aan Zee: Levon Aronian schlug den Lokalmatador Leok van Wely mit Weiß. Der Führende Magnus Carlson musste gegen Weltmeister Anand und Vereinskollegen vom OSC Baden-Baden Lehrgeld bezahlen, er konnte in Zeitnot nicht einschätzen, dass das Remis zu forcieren unabdingbar war, presste weiter und verlor. Der außer Form spielende Vize-Weltmeister Boris Gelfand musste eine empfindliche Niederlage gegen Jungstar Teimour Radjabov hinnehmen, während Pavel Eljanov gegen die Ungarin Judit Polger seinen ersten Sieg in die "Score Card" eintragen lassen konnte.
Vor der Runde war das Brett von "Wiki" Magnus Carlsen gegen Weltmeister Anand von Journalistentrauben umlagert, galt es doch den Moment einzufangen, bei dem der neue "Bobby Fischer" aus Norwegen dem Weltmeister aus Indien, Viswanathan Anand, den Fehdehandschuh als Führender in der A-Gruppe aufs Brett zu werfen gedachte. Der erfahrene Tiger aus Madras nahm den Handschuh auf und beide zeigten eine dramatische und hochklassige Partie, Magnus Carlsen ging volles Risiko und wurde am Schluss eiskalt vom Liebling der Massen in Holland ausgekontert. Zur Ehre des Weltmeisters muss man einfach konstatieren, wie er in der Analyse auf versteckte Chancen seines wahrscheinlichen Nachfolgers auf dem Thron des Weltmeister Magnus Carlsen, dessen Chancen auf ein Remis im Pressezentrum zeigte - ein Schachweltmeister ohne Fehl und Tadel, wobei im Pressezentrum keiner wusste, dass ihm zur gleichen Zeit in New Delhi die höchste Auszeichnung seines Heimatlandes Indien verliehen wurde, den "Padma Vibhushan". Gleichzeitig wurde bekannt, dass er auch den "Sportsmen of the Year" in Indien zum vierten Mal erhält. Da kann man in Europa oder Deutschland nur davon träumen, was für einen Schachsportler möglich ist. Vishy Anand spricht perfekt deutsch, lebt teilweise in Deutschland und wird den nächsten WM-Kampf in Deutschland bestreiten. Seine Chess Tigers werden alles tun, um ihm dabei mit mentaler Unterstützung zu helfen
Königstiger Vishy Anand mit Röntgenblick wieder ihm Plan
Azeri Teimour Radjabov Ritter ohne Furcht und Tadel
Auch der in Berlin lebende Armenier Levon Aronian trumpft beim Corus Turnier groß auf und hat am 11.Spieltag die Führung in der Tabelle allein übernommen. Mit einem Sieg gegen Loek von Wely und in Betrachtung des Restprogramms hat er die besten Chancen, nach dem letztem Jahr, wie der hier zu siegen. Auch den Verfolgern Anand, Radjabov und Carlsen werden noch Siegchancen eingeräumt.
In der B-Gruppe beherrschen die Spieler vom OSC Baden-Baden komplett das Geschehen. Nachdem gestern Pentala Harikrishna den Topalov-Sekundanten Ivan Cheparinov ziemlich unsanft auf die Bretter schickte, scheint der Weg für einen seine Mannschaftskollegen aus der Bundesliga, Sergey Movsesian oder Etienne Bacrot in die A-Gruppe des Corus Turniers für 2009 frei zu sein. In der C-Gruppe konnte Arik Braun seine Serie von vier Nullen hintereinander endlich stoppen, vielleicht gelingt ihm jetzt an den letzten zwei Spieltagen ja noch etwas, wie am Start des Turniers, wo er vier Siege in Folge hinlegte.
Bilder der 11.Runde
Levon Aronian Chess960-Weltmeister vor dem Sieg
Pentala Harikrishna besiegte den Topgesetzten Ivan Cheparinov
Levon Aronian mit einem dr vielen Schiedsrichter
Sergey Movsesian der Führende in der B-Gruppe
Leko gegen Kramnik Dortmunder Schach Friedenstifter
Teimour Radjabov kämpft auch noch um den Sieg im Hintergrund Theo Hoogland aus der Organisationsführung
Ehrengruppe Viktor Korchnoi - Ljubomir Ljubocevic 0:1
B-Gruppe: Sergei Movsesian gegen Ian Nepomniachtchi
Weltmeister Vishy Anand "das war knapp gegen Carlsen"
Weltmeister Vishy Anand bei der Analyse im Pressezentrum
Weltmeister Vishy Anand Ivanchuk sehr interessiert
Jungstar Magnus Carlsen gegen den amtierenden Welt- und Schnellschachweltmeister
Die Inder kommen ...
Dolf Voss und Theo Hoogland im Gespräch mit denm indischen Vertreter von Tata