Tja: der Markt ist der Markt, der Markt, der Markt, ...
Mal so nebenbei:
Die Firma Coca-Cola hat vor vielen, vielen Jahren über eine Studie herausgefunden, wieviel Cola (allgemein) in einen deutschen Konsumenten wohl hineingehen mögen. Das Ergebnis war durchaus vielversprechend, nur, das Coca-Cola nicht der Einzige im Markt war, um das Potential abzuschöpfen. Bei gleichem Preis, und da brauchte man dann keine teure Studie mehr, wird der am meisten verkaufen, das größte Stück vom Kuchen abbekommen, der am besten schmeckt oder es versteht am schmackhaftesten anzubieten.
Negative Rekordbeteiligung bei Hessens Pokalturnier
Was mal mit über 200 Teilnehmern vor über 60 Jahren begann, ist nunmehr auf gut 10% davon eingedampft worden. Alleine im Vergleich zum Vorjahr hat sich damit die Anzahl halbiert: nur 27 Teilnehmer fanden Anfang September noch den Weg zu Hessens Pokalturnier, dem Goldenen Springer, nach Ahnatal, Wetzlar und Bad Vilbel. Und während in den Vorjahren fast ausnahmslos auch mehrere Titelträger am Start waren, einer davon soger später den Deutschen Pokal gewinnen konnte, hat sich diesmal nur lokale Prominenz auf den KO Wettbewerb eingelassen. Bleibt zu hoffen, das der Verband sich des Themas annimmt und Konsequenzen zieht. Das muss, wie schon vor Jahren einmal angedacht, nicht das Einstampfen eines Traditionsturnieres sein! Was es noch vom schwärzesten Saisonauftakt seit Gründung des Verbandes zu lesen gibt, steht unter
Schnellturniere in Bensheim, Lorsch, Weiterstadt und Steinbach
BENSHEIM Am gleichen Wochenende wie der Goldene Springer findet seit ein paar Jahren das Active-Chess-Open in Bensheim statt. Und während an einem Wochenendtag den einen oder anderen das schnelle Geld lockt, und in den Vorjahren auch reichlich kamen, jeweils deutlich über 100, so gab es in diesem Jahr mit 77 Teilnehmern einen Rückschlag. Nach 11 Runden blieb jedenfalls als einziger IM Srdjan Panzalovic von den Sfr.Bad Mergentheim ungeschlagen, und mit 9,5 Punkten auch alleine an der Spitze. Zweiter wurde IM Leonid Milov, dritter GM Vladimir Gurewitsch. Bester Hesser wurde IM Boris Margolin an Position 4.
LORSCH Ein Wochenende später kam es dann zur Vergleichsstudie zu dem Jahr, in dem die Vereine in Bad Vilbel und Bad Homburg mal testeten, ob man zu gleicher Zeit an nur wenig voneinander entfernten Orten doppelt soviele Teilnehmer ziehen kann. Damals wie heute ist das Ergebnis gleich. Statt 150plus kamen für Lorscher Verhältnisse untypische 91 Teilnehmer zum 11.Schnellschach- Open, so ist es jedenfalls im Kommentar auf der Internetseite des Veranstalters zu lesen. Alleine an der Spitze nach 9 Runden war hier IM Thorsten Haub, der Titelverteidiger des Vorjahres. Bester Hesse war FM Horst Degenhardt vom ausrichtenden SC Lorsch auf Platz 9. Scrollt man ein wenig die Rangliste runter, könnte man Grad meinen, da wäre südlich von Darmstadt ein neuer Limes gezogen worden, um die einfallenden Horden aus dem Norden abzuhalten. Aber da kann man ja auch selbst mal schauen....
WEITERSTADT Sapperalott, der SC Weiterstadt! Und da wo das Möbel haust und sonst der Möbelgigant mit Geburtstagspreisen ködert, lockte diesmal der hiesige SC die Jubiläumsschnäppchenjäger an die Bretter! 50 Jahre Schachmatt Weiterstadt und ein Foto von WGM Elisabeth Pähtz auf der Titelseite des Internetauftritts waren 54 Spielern eine Vollbremsung auf der A5 weit vor Lorsch wert, um dort dem Mammon nachzujagen. Da saßen sie nun, die Favoriten aus den Taunusstädten! Doch unschlagbar war ein anderer, noch schöner, nicht mal ein Remis gab er ab, der Schnellschachgigant vom SC Ladja Roßdorf, Igor Zuyev. 100% oder Sieben aus Sieben, egal wie man es nennt, eine neue starke Leistung! Übrigens nett von den Lorschern, das die nicht nur über 50 Teilnehmer, sondern dem SC Weiterstadt auch noch das Layout der Abschlußtabellen zum Jubiläum gespendet haben :-)
STEINBACH Ja, da geht doch noch was?! Genau, an einem Sonntag kann man auch drei Schachturniere spielen, und ein Jugendturnier geht doch immer. Irgendwie scheinen mir die 41 Teilnehmer in Steinbach nicht rekordverdächtig zu sein, vielleicht eher die Leistungen der einzelnen Sieger. Der Sieger von Weiterstadt möge sich schon mal die Namen Alexander Donchenko, SK Gießen, 100% in der Altersklasse U10 mit 9 aus 9, und Matthias Neumann, SC Frankfurt West, 100% in der U12 mit 7 aus 7, merken. Die U18 teilten sich die beiden Hofheimer Moritz Dittmann und Maximilian Dapprich mit jeweils 6 aus 7. Die Ergebnisse auf der Internetseite des Veranstalters sind ein bißchen schwer zu finden, verhindern läßt sich das aber trotzdem nicht:
BENSHEIM Den Veranstaltern des LGA Premium Cups haben es die Teilnehmer mal ordentlich gezeigt! Laut Ausschreibung sollte die "Teilnehmerzahl auf 150 Personen begrenzt" sein. Kann ja jeder sagen! Der stattliche Preisfonds in fünfstelliger Höhe, und ein so kleines Startgeld, dessen Höhe man heute schon gar nicht mehr auf der Webseite ausmachen kann, lockten über 180 Spieler an die Bretter. Für die Hessen lief es eigentlich prima in Franken. Ex-Hessenmeister Vitaly Kunin wurde mit seinem GM-Kollegen Johnny Hector Co-Sieger und wieder mal nur durch die schlechtere Wertung auf den zweiten Platz verwiesen. Zweiter der Seniorenwertung wurde IM Anatoli Donchenko vom SK Gießen hinter IM Klaus Klundt. Die beiden wie Kunin ehemaligen Hessenmeister, IM Erik Zude und IM Stefan Solonar, landeten auf den ersten Blick vielleicht enttäuschenden Plätzen 23 und 31, jedoch konnten beide noch eine ganze Horde an Titelträgern hinter sich lassen: nicht nur die Masse war an die Burg gekommen! Wer genau? Steht alles hier:
Chess Classic Mainz / 1.Mini-ORDIX Open So eine Startrangliste ist ja auch schwer von einer Endtabelle zu unterscheiden. Und wenn schon falsch dann richtig! Also: das Mini-ORDIX-Open wurde natürlich von Constantin Göbel vom SC Ladja Roßdorf gewonnen, den ich fälschlicherweise nicht nur zum fünftplatzierten, sodern auch gleich noch zu einem Christian gemacht hatte. Aber kaum hat man den Senden- Knopf gedrückt, sieht man auch schon was man angerichtet hat. Hier also richtig:
Verteidigung, Variantenberechnung und positionelles Schach
Die Themen Verteidigung, Variantenberechnung, sowie positionelles Schach und prophylaktisches Denken stehen beim Schachzentrum an den nächsten beiden Wochenenden auf dem Seminarplan.
Die Weltklassetrainer Mark Dvoretzky und Artur Jussupow für jedermann! Die beiden beliebten Trainer sind vom 14.-16.09. und vom 21.-23.09.2007 im Schachzentrum und Bundesstützpunkt in Baden-Baden. Trainiert wird in zwei Spielstärkegruppen, so können Schachspieler schon ab ca. 1400 DWZ in den Genuss dieses hervorragenden Trainings kommen. In den schönen Seminarräumen der Grenkeleasing AG beginnt das Training am Freitag, den 14. September um 18 Uhr. Es sind noch wenige Plätze frei, Sie können sich per E-Mail anmelden: cbossert@grenke.de Informationen zu den Seminaren hier:
Großmeister und Spitzentrainer Artur Jussupow in Aktion
Wochenausblick
Kommendes Wochenende, 15./16.September
Samstag, 1.Aar- Jugendopen in der Näche von Limburg
Sonntag, Schnellschachopen in Bad Vilbel
Übernächstes Wochenende 22/23.September
Sitzen wir alle vor den Radioempfängern und lauschen gespannt der Live- Übertragung den Deutschen Schnellschachmeisterschaften in Bad Lauterberg. Für Hessen dabei: die IMs Margolin und Reschke. Viel Erfolg!
Überübernächstes Wochenende 29.September
Samstag, Schnellschachturnier inkl. Bezirk-5-Frauen-Sonderwertung in der Gießener Nordstadt Sonntag, na klar, Mannschaftskämpfe
Mittwoch, 3.Oktober, Tag der Deutschen Einheit
und/oder auch noch 3. Gießener Schlammbeisercup.
Alle Ausschreibungen zu diesen Turnieren finden sich im Veranstaltungskalender im Monat September wieder, denn sie sind dort per Link direkt erreichbar: