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Peter Leko und Boris Gelfand am Ziel
Anand, Kramnik, Svidler, Morozevich, Leko & Gelfand für die WM in Mexiko City qualifiziert!
11.06.2007 - Der arrivierte Ungar Peter Leko bewältigte die anstehende Aufgabe in seiner speziellen Art, ein Remis auf Komando brachte ihn als ersten der finalen Kämpfer nach Mexiko City. Nachdem dann Grischuk gegen Rublevsky und Aronian gegen Shirov die Entscheidung auf die 6.Runde vertagten, gelang es dem Schwarzspielenden Israeli Gelfand Gata Kamsky Schritt für Schritt mehr in Bedrängnis zu bringen. Nach Bildung eines schwarzen Freibauern auf der d-Linie war es nur noch eine Frage der Technik bis die weiße Stellung zusammenbrach und auch Boris das Ticket nach Mexiko buchen kann.

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Was sollte Evgeny Bareev heute beim Spielstand von 3:1 gegen Peter Leko tun? Skandinavisch oder gar die Aljechin-Verteidigung wählen oder wieder einmal die geliebte Caro Kann-Verteidigung gegen den Theoriehai aus Ungarn ein weiteres Mal diskutieren? Er entschied sich für das Zweite. Man hatte aber immer das Gefühl, dass beim Schwarzspieler Bareev die Hoffnungslosigkeit des Aufbäumens tief ins Gehirn gemeißelt war - mit Anstand das Match beenden, nicht zu viele Elos verlieren und sich vor dem, von der ganzen Welt erwarteten Sieger, einfach verneigen. Gentleman Bareev entschied sich nach nur 20 Zügen remis anzubieten zum Endstand von 3,5:1,5 für Peter Leko.

Alexander Grischuks Taktik überraschte heute, war doch klar, dass er zum letzten Mal die weißen Steine führen durfte. Rublevsky verteidigte sich Sizilianisch - Scheveninger Provenienz und bot Weiß die Chance scharf anzugreifen, aber Grischuk vermied mit f5 alle Scharmützel und offerierte remis. Vertagung auf den letzten Tag und danach aufs Stechen?

Levon Aronian musste sich zum ersten Mal in diesem Wettkampf mit der Grünfeldindischen Verteidigung auseinandersetzen und opferte im 14.Zug die Qualität auf a1 gegen den Grünfeldindischen Läufer auf g7 und strebte unverblümt die Punkteteilung an, um auf jeden Fall bereits ein Stechen in der Tasche zu haben, ehe morgen die letzte der 6 Partien beim Spielstand von 3:2 ausgetragen wird. Ein Remis würde ihn schon nach Mexiko City bringen, aber Vorsicht! Im Wettkampf gegen Adams erzwang Alexei Shirov schon einmal den Partieausgleich zum 3:3 in der allerletzten Partie. Eines ist sicher - beide großartige Spieler werden auch bei der Chess Classic Mainz 2007 zu sehen sein.

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Der unglaublicher Boris Gelfand spielte wieder sehr stark und konnte mit Schwarz gegen Gata Kamsky's Rossilimo der Sizilianischen Verteidigung - die als Remis-Angebot der weißen Seite in Fachkreisen gilt - den entscheidenden Matchgewinnpunkt erzielen. Dass Gata eine etwas bizzarre Aufstellung wählte ist sicher des Spielstandes von 2,5:1,5 für Gelfand geschuldet. Aber wie der Israeli, weissrussischer Herkunft, den Freibauern bildete und dann ihn promovieren ließ, war schon eine Augenweide mit anzusehen - ein gutes Lehrstück. Das Gata Kamsky noch 51.Kf3 und 52.Sf2 spielend Tf2x zuließ, zeigt das er Humor hat. Auch ihn werden wir in Mainz sehen, wenn er Chess960 spielen wird und seinem amerikanischen Landsmann Robert James "Bobby" Fischer die Ehre erweist.

1

Peter Leko 2728

1 ½ 1 ½ ½ -

Evgeny Barreev 2643

0 ½ 0 ½ ½ -

2

Alexander Grischuk 2717

1 ½ ½ 0 ½

Sergey Rublevsky 2680

0 ½ ½ 1 ½

3

Levon Aronian 2759

1 ½ ½ ½ ½ 3

Alexei Shirov 2699

0 ½ ½ ½ ½ 2

4

Gata Kamsky 2705

½ ½ 0 ½ 0 -

Boris Gelfand 2733

½ ½ 1 ½ 1 -

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Hans-Walter Schmitt

Published by HWS

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