TopTurniere Packendes Finale in Elista Aronian, Shirov und Gelfand siegen im Tie-Break
03.06.2007 - Die strahlenden Sieger des Tie-Breaks um den Einzug in die letzte Qualifikationsrunde zur WM in Mexiko sind Levon Aronian, Alexei Shirov und Boris Gelfand. Während Shirov und Gelfand bereits nach drei der vier angesetzten Schnellpartien die entscheidende Führung gegen ihre Gegner erzielten, setzte sich Aronian erst im Blitzfinale gegen Carlsen durch. Somit stehen die letzten vier Matches fest. Nach zwei Ruhetagen werden diese am Mittwoch zur gewohnten Zeit beginnen, falls von offizieller Seite nicht wieder kurzfristig etwas geändert wird.
Gestern noch erhielt man von der offiziellen
Turnierseite die Information, dass die Tie-Breaks zur gleichen Zeit wie
die vorherigen Partien gestartet werden würden, doch tatsächlich
begannen diese bereits zwei Stunden vorher, was besonders bei den Fans
am heimischen Bildschirm für Verwirrung sorgte.
Während Boris Gelfand und Alexei Shirov mit beinahe spielerischer Leichtigkeit ihre Matches vorzeitig gewannen, war es zwischen Levon Aronian und Magnus Carlsen bis zur allerletzten Sekunde spannend. Dabei ging es aus Aronians Sicht mit einem klaren Weißsieg perfekt los, und auch die beiden folgenden Remispartien ließen eher vermuten, dass sich der Armenier letztlich durchsetzen würde, aber dann erlebte der Chess960-Weltmeister in der vierten Partie sein persönliches Waterloo. Beinahe totremis war die Stellung bzw. das letztlich entstandene Damenendspiel, doch Carlsen steckte nicht auf und erfand immer wieder kleine Spitzen, bis sein Gegner völlig unnötig erst einen Bauer und zum Schluss die Partie einstellte. Im folgenden Blitzentscheid ging Aronian dann, wie schon so oft in diesem Duell, in Führung, und Carlsen musste nachlegen. Dieses Mal gelang es ihm allerdings nicht. In der zweiten Blitzpartie geriet er trotz der weißen Steine recht bald in Nachteil, kämpfte zwar verbissen um praktische Chancen, doch nach einem langen Tie-Break-Tag durfte sich letztlich Levon Aronian verdientermaßen über seinen Einzug in die letzte Qualifikationsrunde für Mexiko freuen. Magnus Carlsen hat sich mehr als achtbar geschlagen, und es ist keine wirklich gewagte Prognose, dass er in absehbarer Zeit Weltmeister werden wird. Doch in diesem Jahr wird es ein anderer!